Website-Geschwindigkeit testen und optimieren: Alle Tools erklärt
Die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website zu messen ist der erste Schritt zu einer schnelleren Website und besseren Suchergebnissen. Google nutzt die Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor, und Untersuchungen zeigen, dass 53% der mobilen Besucher eine Website verlassen, die länger als 3 Sekunden lädt. In diesem Ratgeber behandeln wir alle Tools, mit denen Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website messen können, und geben praktische Tipps, um die Ergebnisse zu verbessern. Sehen Sie sich auch unser Angebot für schnelles Webhosting an.
Warum ist es so wichtig, die Geschwindigkeit Ihrer Website zu messen?
Die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website regelmäßig zu messen ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Website. Die Geschwindigkeit beeinflusst direkt das Nutzererlebnis, aber auch Ihre Auffindbarkeit bei Google und Ihre Conversion-Rate.
Der Einfluss der Ladegeschwindigkeit auf Ihre Website
| Ladezeit | Anstieg der Absprungrate | Auswirkung auf Conversions | Bewertung durch Google |
|---|---|---|---|
| 0-2 Sekunden | Basis | Optimal | Gut |
| 2-3 Sekunden | +32% | -7% pro Sekunde | Akzeptabel |
| 3-5 Sekunden | +90% | -20% oder mehr | Mäßig |
| 5-10 Sekunden | +123% | -40% oder mehr | Schlecht |
| 10+ Sekunden | +200%+ | Dramatischer Verlust | Sehr schlecht |
Was sind die besten Tools, um die Geschwindigkeit Ihrer Website zu testen?
Es gibt zahlreiche Tools, mit denen Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website testen können. Jedes Tool liefert andere Erkenntnisse und Metriken. Nutzen Sie am besten mehrere Tools für ein vollständiges Bild.
Google PageSpeed Insights
Google PageSpeed Insights ist das maßgeblichste Tool, um die Website-Geschwindigkeit zu testen, weil es die Metriken verwendet, die Google selbst für das Ranking heranzieht. Das Tool analysiert Ihre Website sowohl mobil als auch auf dem Desktop und gibt eine Punktzahl von 0-100 zusammen mit konkreten Verbesserungsvorschlägen aus.
Die wichtigsten Metriken in PageSpeed Insights
- Largest Contentful Paint (LCP): wann das größte sichtbare Element geladen ist (Ziel: unter 2,5 Sek.)
- First Input Delay (FID) / Interaction to Next Paint (INP): wie schnell die Website auf Interaktionen reagiert (Ziel: unter 200ms)
- Cumulative Layout Shift (CLS): wie stark sich das Layout während des Ladens verschiebt (Ziel: unter 0,1)
- First Contentful Paint (FCP): wann der erste Inhalt sichtbar wird (Ziel: unter 1,8 Sek.)
- Time to First Byte (TTFB): wie schnell der Server antwortet (Ziel: unter 800ms)
- Total Blocking Time (TBT): wie lange der Main Thread blockiert ist (Ziel: unter 200ms)
GTmetrix
GTmetrix ist ein beliebtes kostenloses Tool, das detaillierte Wasserfalldiagramme liefert. Sie sehen genau, welche Ressourcen geladen werden, in welcher Reihenfolge und wie lange jedes Element braucht. GTmetrix kombiniert Lighthouse-Metriken mit eigenen Performance-Indikatoren.
WebPageTest
WebPageTest bietet die detaillierteste Analyse aller Tools zum Testen der Website-Geschwindigkeit. Sie können von verschiedenen Standorten weltweit aus testen, mit unterschiedlichen Browsern und Verbindungsgeschwindigkeiten. Die Filmstreifen-Ansicht zeigt Bild für Bild, wie Ihre Seite lädt.
Lighthouse (Chrome DevTools)
Lighthouse ist in Google Chrome integriert und bietet ein umfassendes Audit von Performance, Barrierefreiheit, SEO und Best Practices. Öffnen Sie die Chrome DevTools (F12) und wechseln Sie zum Tab Lighthouse, um ein Audit durchzuführen. Das ist dieselbe Engine, die auch Google PageSpeed Insights verwendet.
Vergleich der Tools zum Testen der Website-Geschwindigkeit
| Tool | Kostenlos | Teststandorte | Wasserfall | Core Web Vitals | Historische Daten |
|---|---|---|---|---|---|
| PageSpeed Insights | Ja | Global (Google) | Nein | Ja (Real-World) | Nein |
| GTmetrix | Ja (eingeschränkt) | 7 Standorte | Ja | Ja (Lab) | Premium |
| WebPageTest | Ja | 30+ Standorte | Detailliert | Ja (Lab) | Nein |
| Lighthouse | Ja (lokal) | Ihr eigener Browser | Über DevTools | Ja (Lab) | Nein |
| Pingdom | Ja | 7 Standorte | Ja | Eingeschränkt | Premium |
Wie können Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website verbessern?
Nach dem Test der Website-Geschwindigkeit ist es Zeit, die gefundenen Probleme zu beheben. Hier sind die Optimierungen mit der größten Wirkung, die Sie umsetzen können.
Server-Antwortzeit verbessern (TTFB)
Die Time to First Byte bestimmt, wie schnell Ihr Server zu antworten beginnt. Eine langsame TTFB deutet oft auf Probleme mit Ihrem Hosting, Ihrer Datenbank oder Ihrem serverseitigen Code hin. Mögliche Lösungen sind ein Wechsel zu besserem Hosting, das Aktivieren von serverseitigem Caching und die Optimierung von Datenbankabfragen.
Bilder optimieren
Bilder sind oft der größte Übeltäter bei langsamen Websites. Optimieren Sie sie, indem Sie das richtige Format verwenden (WebP bietet die beste Kompression), Bilder ohne sichtbaren Qualitätsverlust komprimieren, Lazy Loading für Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs einsetzen und über Responsive Images die richtigen Abmessungen ausliefern.
Caching einsetzen
Caching verhindert, dass der Browser bei jedem Besuch alle Dateien erneut herunterladen muss. Setzen Sie Browser-Caching über Cache-Control-Header und serverseitiges Caching für dynamische Inhalte ein. Lesen Sie unseren Ratgeber Caching erklärt für einen vollständigen Überblick.
CSS und JavaScript optimieren
- Minifizierung: Leerzeichen und Kommentare aus CSS-/JS-Dateien entfernen
- Bündelung: mehrere Dateien zusammenfassen, um weniger Requests zu erzeugen
- Defer und async: JavaScript erst nach dem HTML-Parsing laden
- Critical CSS: nur das CSS laden, das für den sichtbaren Bereich nötig ist
- Code Splitting: pro Seite nur den Code laden, der dort nötig ist
- Tree Shaking: ungenutzten Code aus Bundles entfernen
CDN nutzen
Ein Content Delivery Network verteilt Ihre Inhalte auf Server weltweit, sodass Besucher Dateien vom nächstgelegenen Standort laden. Das verringert die Latenz erheblich. Cloudflare ist eine beliebte kostenlose Option, die ein CDN mit DDoS-Schutz kombiniert.
Welche Geschwindigkeitsoptimierungen gibt es speziell für WordPress?
Wenn Sie WordPress verwenden, gibt es spezielle Optimierungen, die Sie nach dem Test der Website-Geschwindigkeit anwenden können:
Caching-Plugins
- WP Rocket: das umfassendste Caching-Plugin (kostenpflichtig)
- W3 Total Cache: umfangreich, aber komplex (kostenlos)
- LiteSpeed Cache: speziell für LiteSpeed-Webserver (kostenlos)
- WP Super Cache: einfach und zuverlässig (kostenlos)
Datenbankoptimierung
Eine aufgeblähte Datenbank verlangsamt Ihre WordPress-Website. Bereinigen Sie regelmäßig Revisionen, Transients und Spam-Kommentare. Verwenden Sie ein Plugin wie WP-Optimize oder optimieren Sie die Datenbank manuell über phpMyAdmin.
Theme und Plugins optimieren
- Verwenden Sie ein schlankes Theme, das auf Geschwindigkeit optimiert ist
- Entfernen Sie ungenutzte Plugins vollständig
- Beschränken Sie den Einsatz schwerer Page Builder
- Deaktivieren Sie ungenutzte WordPress-Funktionen
Wie testen Sie die Website-Geschwindigkeit strukturiert?
Die Website-Geschwindigkeit zu testen ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortlaufender Prozess. Planen Sie monatliche Geschwindigkeitstests ein und überwachen Sie die Core Web Vitals über die Google Search Console.
Monitoring-Workflow
- Testen Sie Ihre Geschwindigkeit monatlich mit PageSpeed Insights und GTmetrix
- Prüfen Sie die Core Web Vitals in der Google Search Console
- Ermitteln Sie die größten Engpässe in den Ergebnissen
- Setzen Sie die empfohlenen Optimierungen um
- Testen Sie erneut, um die Verbesserung zu messen
- Dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse für eine Trendanalyse
Welche fortgeschrittenen Techniken helfen bei der Website-Optimierung?
Für Websites, die die Grundlagen bereits optimal umgesetzt haben, gibt es fortgeschrittene Techniken, um die Geschwindigkeit nach dem Test weiter zu verbessern:
HTTP/3 und QUIC
HTTP/3 basiert auf dem QUIC-Protokoll und bietet einen schnelleren Verbindungsaufbau sowie eine bessere Performance in Mobilfunknetzen. Prüfen Sie, ob Ihr Hosting-Anbieter und Ihr CDN HTTP/3 unterstützen.
Preloading und Prefetching
- Preload: kritische Ressourcen mit dem Preload-Hint früher laden
- Prefetch: Ressourcen für die nächste Seite schon vorab laden
- Preconnect: Verbindungen zu externen Domains schon vorab aufbauen
- DNS Prefetch: DNS für externe Domains schon vorab auflösen
Service Worker und PWA
Service Worker ermöglichen eine Offline-First-Strategie, bei der wiederkehrende Besucher Inhalte direkt aus dem Cache erhalten. Funktionen einer Progressive Web App (PWA) können das Erlebnis weiter verbessern, vor allem auf Mobilgeräten.
Die Website-Geschwindigkeit regelmäßig zu testen und zu optimieren ist eine Investition, die sich durch ein besseres Nutzererlebnis, höhere Conversions und eine bessere Auffindbarkeit bei Google auszahlt. Beginnen Sie mit den Basisoptimierungen und arbeiten Sie sich schrittweise zu fortgeschritteneren Techniken vor. Jede Zehntelsekunde Geschwindigkeitsgewinn zählt, denn in der digitalen Welt ist Geschwindigkeit alles. Lesen Sie auch unseren Ratgeber Website-Geschwindigkeit verbessern für weitere praktische Tipps.
Fortgeschrittene Geschwindigkeitsoptimierung nach dem Test
Nach der ersten Testrunde und den Basisoptimierungen gibt es fortgeschrittene Techniken für weitere Verbesserungen.
Optimierung des Critical Rendering Path
Der Critical Rendering Path bestimmt, welche Ressourcen der Browser laden muss, bevor die Seite sichtbar wird. Ermitteln und optimieren Sie die kritischen Ressourcen: Binden Sie das essenzielle CSS inline ein, laden Sie nicht kritisches JavaScript mit defer und verwenden Sie Preload-Hints für wichtige Ressourcen. Wenn Sie den Critical Rendering Path verkürzen, verbessern Sie die Metriken First Contentful Paint und Largest Contentful Paint deutlich.
Edge Computing und Serverless-Funktionen
Edge Computing bringt die Verarbeitung näher an den Endnutzer, indem Code auf Servern ausgeführt wird, die über die ganze Welt verteilt sind. Cloudflare Workers und AWS Lambda@Edge sind beliebte Optionen, die die Time to First Byte für dynamische Inhalte drastisch senken können. Nutzen Sie Edge Computing für Aufgaben wie A/B-Tests, Geo-Weiterleitungen und Personalisierung, ohne die Last auf Ihrem Ursprungsserver zu erhöhen.
Optimierung von Datenbankabfragen
Langsame Datenbankabfragen sind oft die Ursache einer hohen TTFB. Analysieren Sie nach dem Geschwindigkeitstest die langsamsten Abfragen mit Tools wie dem MySQL Slow Query Log oder dem Plugin Query Monitor für WordPress. Legen Sie Indizes auf häufig genutzten Spalten an, optimieren Sie komplexe Joins und erwägen Sie Query-Caching über Redis oder Memcached für wiederholte Abfragen mit denselben Ergebnissen.
Wie überwachen Sie die Website-Geschwindigkeit über längere Zeit?
Ein strukturierter Ansatz beim Testen der Website-Geschwindigkeit umfasst auch die Überwachung der Performance über längere Zeiträume. Richten Sie automatische Performance-Messungen ein, die wöchentlich oder täglich über Tools wie SpeedCurve oder Calibre laufen. Diese Tools speichern historische Daten, sodass Sie Trends analysieren und die Auswirkungen von Änderungen messen können. Integrieren Sie das Performance-Monitoring in Ihre Deployment-Pipeline, damit jede Codeänderung automatisch auf ihre Auswirkungen auf die Performance getestet wird, bevor sie in die Produktion geht. Indem Sie Performance-Budgets festlegen und einhalten, verhindern Sie eine schleichende Verschlechterung der Performance, die unbemerkt auftreten kann, wenn nicht strukturiert gemessen wird.
Wie optimieren Sie die Geschwindigkeit Ihrer mobilen Website?
Da mehr als sechzig Prozent des Webtraffics über Mobilgeräte laufen, ist die Optimierung der mobilen Performance unerlässlich. Mobile Nutzer haben oft langsamere Verbindungen und weniger leistungsstarke Prozessoren, wodurch Optimierung hier noch mehr bewirkt. Testen Sie Ihre Website zunächst auf echten Mobilgeräten, statt nur die Desktop-Emulation in den Chrome DevTools zu nutzen. Verwenden Sie Tools wie BrowserStack oder Sauce Labs, um auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen zu testen. Optimieren Sie Touch-Ziele so, dass Schaltflächen für ein gutes Nutzererlebnis mindestens 48 mal 48 Pixel groß sind. Minimieren Sie den Einsatz schwerer JavaScript-Frameworks auf Mobilgeräten und erwägen Sie, mobilen Nutzern eine leichtere Version auszuliefern. Setzen Sie Adaptive Loading ein, bei dem die Qualität von Bildern und Videos an die Verbindungsgeschwindigkeit des Nutzers angepasst wird. Sorgen Sie dafür, dass kritische Inhalte im sichtbaren Bereich schnell laden, indem Sie Above-the-Fold-Ressourcen priorisieren. Verwenden Sie den Preconnect-Hint für externe Domains, von denen Sie wissen, dass sie benötigt werden, damit der Browser schon eine Verbindung aufbaut, bevor die Ressourcen angefordert werden.
Website-Geschwindigkeit testen: Core Web Vitals erklärt
Google nutzt die Core Web Vitals als wichtigen Rankingfaktor. Diese Metriken zu verstehen und zu optimieren ist unerlässlich, wenn Sie Ihre Website-Geschwindigkeit testen und verbessern. Die drei Kernmetriken messen jeweils einen anderen Aspekt des Nutzererlebnisses.
| Metrik | Was sie misst | Gut | Mäßig | Schlecht |
|---|---|---|---|---|
| LCP (Largest Contentful Paint) | Ladezeit des größten sichtbaren Elements | Unter 2,5 Sekunden | 2,5 bis 4,0 Sek. | Über 4,0 Sek. |
| INP (Interaction to Next Paint) | Reaktionsfähigkeit bei Nutzerinteraktionen | Unter 200ms | 200 bis 500ms | Über 500ms |
| CLS (Cumulative Layout Shift) | Visuelle Stabilität während des Ladens | Unter 0,1 | 0,1 - 0,25 | Über 0,25 |
LCP wird häufig durch große Bilder, langsame Server-Antwortzeiten oder Render-blockierende Ressourcen ausgebremst. INP misst, wie schnell Ihre Seite reagiert, wenn ein Besucher klickt oder tippt. CLS tritt auf, wenn Elemente auf der Seite springen, während die Seite lädt, was für Besucher frustrierend ist.
Website-Geschwindigkeit testen und verbessern: serverseitige Optimierungen
Viele Website-Verwalter konzentrieren sich auf die Frontend-Optimierung, doch serverseitige Verbesserungen bringen oft den größten Geschwindigkeitsgewinn. Diese Optimierungen senken die Time to First Byte (TTFB) und sorgen dafür, dass Ihr Server Inhalte schneller ausliefern kann, wenn Sie Ihre Website-Geschwindigkeit testen.
- PHP-Version aktualisieren: PHP 8.x ist bis zu 3x schneller als PHP 7.0. Prüfen Sie, ob Ihr Hosting die neueste stabile PHP-Version anbietet.
- OPcache aktivieren: PHP OPcache speichert kompilierte Skripte im Arbeitsspeicher, sodass sie nicht bei jeder Anfrage neu kompiliert werden müssen.
- Datenbankabfragen optimieren: Langsame Abfragen sind oft der größte Engpass. Nutzen Sie das Slow Query Log, um problematische Abfragen zu finden, und legen Sie bei Bedarf Indizes an.
- Object Caching mit Redis: Redis speichert häufig genutzte Datenbankergebnisse im Arbeitsspeicher, was wiederholte Abfragen überflüssig macht und die Antwortzeit drastisch senkt.
- HTTP/2 oder HTTP/3 aktivieren: Moderne Protokolle laden mehrere Dateien gleichzeitig über eine einzige Verbindung, was die Ladezeit erheblich verbessert.
Auch die Wahl des Webservers hat großen Einfluss. Lesen Sie unseren Vergleich Apache vs. Nginx vs. LiteSpeed, um die schnellste Option für Ihre Situation zu wählen. Mit einem VPS haben Sie die volle Kontrolle über diese Einstellungen. Nutzen Sie Server-Monitoring-Tools, um die Wirkung Ihrer Optimierungen zu messen.
Website-Geschwindigkeit optimieren: Frontend-Checkliste
Nach den serverseitigen Optimierungen ist das Frontend an der Reihe. Diese Anpassungen verringern die Datenmenge, die an den Browser gesendet wird, und beschleunigen die Darstellung. Nutzen Sie diese Checkliste, um Ihre Website-Geschwindigkeit systematisch zu verbessern:
- Bilder optimieren: Verwenden Sie moderne Formate (WebP, AVIF), passen Sie die Abmessungen an die Anzeigegröße an und setzen Sie Lazy Loading für Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs ein.
- CSS und JavaScript minifizieren: Entfernen Sie überflüssige Leerzeichen, Kommentare und ungenutzten Code aus Ihren Stylesheets und Skripten.
- Kritisches CSS inline einbinden: Laden Sie das CSS, das für die obere Hälfte der Seite nötig ist, direkt im HTML, um Render-Blocking zu vermeiden.
- JavaScript verzögert laden: Verwenden Sie die Attribute defer oder async, um Skripte erst zu laden, nachdem die Seite gerendert wurde.
- Browser-Caching einrichten: Setzen Sie lange Cache-Header für statische Dateien, damit wiederkehrende Besucher diese nicht erneut herunterladen müssen.
- CDN nutzen: Ein Content Delivery Network liefert Ihre statischen Dateien von Servern in der Nähe des Besuchers aus, was die Latenz verringert.
Messen Sie Ihre Verbesserungen nach jeder Änderung. Nutzen Sie Google PageSpeed Insights, GTmetrix und WebPageTest für einen Vorher-Nachher-Vergleich. Ein gutes SSL-Zertifikat trägt dank HTTP/2-Unterstützung ebenfalls zur Geschwindigkeit bei. Lesen Sie, wie Sie Let's Encrypt installieren für kostenloses SSL.
Website-Geschwindigkeit testen: Monitoring und kontinuierliche Optimierung
Die Website-Geschwindigkeit einmalig zu testen und zu optimieren reicht nicht aus. Websites verändern sich ständig: Neue Inhalte kommen hinzu, Plugins werden installiert und Serverkonfigurationen ändern sich. Ohne strukturiertes Monitoring kann sich die Geschwindigkeit schleichend verschlechtern, ohne dass Sie es merken.
Richten Sie automatisierte Geschwindigkeitstests ein, die täglich oder wöchentlich laufen. Tools wie die Google PageSpeed Insights API, die WebPageTest API oder SpeedCurve bieten programmatischen Zugriff, mit dem Sie Geschwindigkeitstests automatisieren und Trends visualisieren können. Legen Sie ein Performance-Budget fest: Höchstwerte für Ladezeit, Seitengröße und Anzahl der HTTP-Requests. Wenn eine Änderung das Budget überschreitet, untersuchen Sie die Ursache, bevor die Änderung in die Produktion geht.
Real User Monitoring (RUM) zeigt, wie echte Besucher Ihre Website erleben. Anders als synthetische Tests, die von einem festen Standort und Gerät aus messen, zeigt RUM die tatsächlichen Ladezeiten, die Ihre Besucher auf ihren eigenen Geräten und Netzwerkverbindungen erleben. Google stellt kostenlose RUM-Daten über den Chrome User Experience Report (CrUX) bereit, der auch die Grundlage für die Core Web Vitals in den Suchergebnissen bildet. Kombinieren Sie synthetische Tests mit RUM für ein vollständiges Bild der Performance Ihrer Website und priorisieren Sie Optimierungen danach, was echte Nutzer erleben.
Website-Geschwindigkeit testen: spezifische Optimierungen je CMS
Der optimale Ansatz zum Testen und Verbessern Ihrer Website-Geschwindigkeit unterscheidet sich je nach Content-Management-System. Jedes CMS hat eigene Engpässe und passende Optimierungsmöglichkeiten, die Sie für das beste Ergebnis kennen sollten.
WordPress profitiert enorm von Object Caching über Redis, Full-Page-Caching über Plugins wie WP Super Cache oder W3 Total Cache und einer möglichst geringen Zahl aktiver Plugins. Jedes Plugin fügt Datenbankabfragen und PHP-Code hinzu, der bei jedem Seitenaufruf ausgeführt wird. Prüfen Sie Ihre Plugins regelmäßig und deaktivieren Sie alles, was nicht unbedingt nötig ist.
WooCommerce-Onlineshops haben zusätzliche Ansatzpunkte für die Optimierung: Verwenden Sie Fragment-Caching für Warenkorb-Widgets und zuletzt angesehene Produkte, die je Nutzer verschieden sind, optimieren Sie Produktbilder mit automatischer WebP-Konvertierung und erwägen Sie ein Headless-Frontend mit einem JavaScript-Framework für das schnellste Einkaufserlebnis. Magento und PrestaShop profitieren von Varnish als Full-Page-Cache und Elasticsearch für eine schnelle Produktsuche. Statische Site-Generatoren wie Hugo und Jekyll sind von Natur aus die schnellste Option, weil sie HTML-Dateien vorab erzeugen, ohne serverseitige Verarbeitung pro Besuch. Für Inhalte, die sich selten ändern, ist das eine ideale Wahl, die Ladezeiten unter 100 Millisekunden ermöglicht.
Website-Geschwindigkeit: Einfluss auf Conversion und Umsatz
Der Zusammenhang zwischen Website-Geschwindigkeit und Geschäftsergebnissen ist durch zahlreiche Studien belegt. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit senkt die Conversion im Schnitt um sieben Prozent. Für einen Onlineshop mit einem monatlichen Umsatz von 50.000 Euro bedeutet eine Verbesserung der Ladezeit von drei auf zwei Sekunden potenziell 3.500 Euro zusätzlichen Umsatz pro Monat. Amazon hat berechnet, dass jede zusätzliche Latenz von 100 Millisekunden das Unternehmen ein Prozent seiner Verkäufe kostet. Google verwendet die Seitengeschwindigkeit als Rankingfaktor, was bedeutet, dass langsame Websites auch weniger organischen Traffic erhalten. Die Investition in Geschwindigkeitsoptimierung bringt daher nicht nur ein besseres Nutzererlebnis, sondern auch messbare finanzielle Ergebnisse, die die Kosten der Optimierung mehr als rechtfertigen.
Quellen und Referenzen
- Google PageSpeed Insights (pagespeed.web.dev)
- WooCommerce: Offizielle Dokumentation (woocommerce.com)
- Let's Encrypt: Kostenlose SSL-Zertifikate (letsencrypt.org)
- Cloudflare: Learning Center (cloudflare.com/learning)
- GTmetrix: Website Performance Testing (gtmetrix.com)