Möchten Sie für Ihre E-Mail-Konten wirksam Spam filtern? Unerwünschte E-Mails sind ein tägliches Problem, und richtiges Spam-Filtern spart Ihnen Zeit und schützt Sie vor Phishing. In diesem Ratgeber erklären wir, wie Sie das Spam-Filtern in Ihrer Hosting-Umgebung optimal konfigurieren.

Ihr Posteingang läuft über mit Spam, Phishing und Newslettern, die Sie nie angefordert haben. Kommt Ihnen das bekannt vor? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Spam im Webmail filtern und Ihren Posteingang wieder in den Griff bekommen.

Spam erkennen und verstehen

Nicht jede unerwünschte E-Mail ist gleich. Es hilft, die Unterschiede zu verstehen:

  • Spam: unerwünschte Werbe-E-Mails, oft massenhaft versendet
  • Phishing: E-Mails, die sich als seriös ausgeben, um Daten zu stehlen
  • Newsletter: seriöse E-Mails, für die Sie sich (bewusst oder unbewusst) angemeldet haben

Moderne Spamfilter fangen viel ab, aber nicht alles. Deshalb ist es sinnvoll, selbst zusätzliche Regeln einzurichten.

Spamfilter im Roundcube-Webmail

Bei Theory7 verwenden Sie Roundcube als Webmail. Die Spam-Einstellungen finden Sie unter Einstellungen im Menü.

SpamAssassin-Scores

Ihr Mailserver verwendet SpamAssassin, um Spam zu erkennen. Jede E-Mail erhält einen Score. Je höher der Score, desto wahrscheinlicher ist es Spam. Standardmäßig werden E-Mails mit einem Score von 5 oder höher als Spam markiert.

In Ihrem Webmail erkennen Sie das an Folgendem:

  • Die E-Mail wird automatisch in den Spam-Ordner verschoben
  • Der Betreff erhält manchmal [SPAM] als Präfix
  • In den Headern sehen Sie den SpamAssassin-Score

Spam-Schwellenwert anpassen

Bekommen Sie zu viel Spam in Ihren Posteingang? Dann ist der Schwellenwert zu hoch eingestellt. Landen seriöse E-Mails im Spam? Dann ist er zu niedrig eingestellt. Sie können das über DirectAdmin anpassen oder sich an unseren Kundenservice auf Niederländisch und Englisch wenden.

Blacklist: Absender blockieren

Eine Blacklist blockiert E-Mails von bestimmten Absendern oder Domains. Praktisch bei wiederkehrenden Spammern.

Blacklist in Roundcube einrichten

  1. Gehen Sie im Menü zu Einstellungen
  2. Klicken Sie auf Filter oder Mailfilter
  3. Legen Sie einen neuen Filter an
  4. Stellen Sie ein: "Wenn Absender enthält [E-Mail-Adresse oder Domain]"
  5. Aktion: "In Papierkorb verschieben" oder "Nachricht löschen"
  6. Speichern Sie den Filter

Ganze Domains blockieren

Bekommen Sie Spam von immer neuen Adressen derselben Domain? Dann blockieren Sie die ganze Domain. Verwenden Sie "@example.net" (stellvertretend für die Spam-Domain) als Filterwert.

Achtung: Blockieren Sie keine großen Anbieter wie gmail.com oder outlook.com. Damit blockieren Sie auch seriöse E-Mails.

Whitelist: Absender zulassen

Eine Whitelist ist das Gegenteil: E-Mails bestimmter Absender kommen immer an, auch wenn der Spamfilter sonst anders entscheiden würde.

Wann sollten Sie eine Whitelist verwenden?

  • Wichtige Kunden oder Lieferanten landen manchmal im Spam
  • Newsletter, die Sie durchaus erhalten möchten, werden blockiert
  • E-Mails von eigenen Domains werden fälschlich gefiltert

Whitelist in Roundcube einrichten

  1. Gehen Sie zu Einstellungen und dann zu Filter
  2. Legen Sie einen neuen Filter an
  3. Stellen Sie ein: "Wenn Absender enthält [vertrauenswürdige Adresse oder Domain]"
  4. Aktion: "In Posteingang verschieben" oder "Nachricht behalten"
  5. Sorgen Sie dafür, dass dieser Filter ganz oben steht (hohe Priorität)

Ordnerregeln: automatisch sortieren

Neben Spam können Sie auch seriöse E-Mails automatisch sortieren. Das hält Ihren Posteingang übersichtlich.

Beispiele für praktische Ordnerregeln

  • Newsletter in den Ordner "Newsletter"
  • Rechnungen in den Ordner "Buchhaltung"
  • Benachrichtigungen bestimmter Dienste in einen eigenen Ordner
  • E-Mails bestimmter Kunden in einen Projektordner

Ordnerregel in Roundcube erstellen

  1. Gehen Sie zu Einstellungen und dann zu Filter
  2. Klicken Sie auf Neuen Filter hinzufügen
  3. Geben Sie dem Filter einen eindeutigen Namen
  4. Legen Sie die Bedingung fest (Absender, Betreff usw.)
  5. Wählen Sie die Aktion "In Ordner verschieben" und den richtigen Ordner
  6. Legen Sie den Zielordner zuerst an, falls er noch nicht existiert

Praktische Tipps gegen Spam

Neben Filtern können Sie noch mehr tun:

Spam an der Quelle verhindern

  • Verwenden Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht überall online
  • Legen Sie eine separate Adresse für Newsletter und Webshops an
  • Melden Sie sich über den Abmeldelink ab (nur bei seriösen Absendern!)
  • Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen E-Mails

Spam korrekt markieren

Wenn Spam doch in Ihren Posteingang gelangt, verschieben Sie ihn in den Spam-Ordner, statt ihn zu löschen. Damit trainieren Sie den Spamfilter, ähnliche E-Mails künftig zu erkennen.

Prüfen Sie regelmäßig Ihren Spam-Ordner

Schauen Sie ab und zu in Ihren Spam-Ordner. Manchmal landen seriöse E-Mails versehentlich dort. Verschieben Sie solche E-Mails in Ihren Posteingang, um den Filter zu trainieren.

Häufige Fragen

Warum bekomme ich trotz Filtern immer noch Spam?

Spammer ändern ständig ihre Techniken. Kein Filter ist zu 100% wirksam. Kombinieren Sie Serverfilter mit eigenen Regeln für das beste Ergebnis.

Meine E-Mail kommt beim Empfänger nicht an

Das betrifft ausgehende E-Mails und gehört nicht zu diesem Artikel. Lesen Sie unseren Artikel über SPF, DKIM und DMARC für Tipps zur E-Mail-Authentifizierung.

Kann ich Spam automatisch löschen lassen?

Das geht, aber wir raten davon ab. Wenn seriöse E-Mails versehentlich als Spam markiert werden, sind sie verloren. Lassen Sie Spam lieber in den Spam-Ordner gehen und leeren Sie diesen regelmäßig.

Wie lange bleiben E-Mails im Spam-Ordner?

Standardmäßig wird der Spam-Ordner nach 30 Tagen automatisch geleert. Prüfen Sie also regelmäßig, ob keine wichtigen E-Mails darunter sind.

Mehr zur E-Mail-Sicherheit

Gutes Spam-Filtern ist nur ein Teil der E-Mail-Sicherheit. Lesen Sie auch unseren Artikel über SPF, DKIM und DMARC für serverseitigen Schutz. Denken Sie über ein Upgrade nach? Sehen Sie sich unser geschäftliches E-Mail-Hosting mit fortgeschrittener Spamfilterung inklusive an.

Spam filtern: fortgeschrittene Techniken

Neben den Grundfunktionen gibt es fortgeschrittene Techniken zum Filtern von Spam, die Ihren Posteingang noch wirksamer schützen:

Greylisting

Greylisting weist unbekannte Absender vorübergehend ab. Seriöse Mailserver versuchen es später erneut, Spamserver meist nicht. Das ist eine serverseitige Einstellung, die Ihr Hosting-Anbieter aktivieren kann.

DNSBL (DNS-Based Blackhole Lists)

Diese Listen enthalten IP-Adressen, die als Spamversender bekannt sind. Ihr Mailserver prüft automatisch, ob eingehende E-Mails von einer gesperrten IP-Adresse stammen.

Bayes-Filterung

SpamAssassin nutzt maschinelles Lernen, um Muster in Spam zu erkennen. Je mehr Spam Sie korrekt markieren, desto besser wird der Filter. Das ist ein Grund, Spam immer in den Spam-Ordner zu verschieben, statt ihn direkt zu löschen.

Filtertechnik Wirksamkeit Konfiguration nötig Wo aktiv
SpamAssassin Hoch Minimal (standardmäßig aktiv) Serverebene
Greylisting Mittel bis hoch Durch den Anbieter Serverebene
DNSBL Mittel Durch den Anbieter Serverebene
Manuelle Filter Hoch (gezielt) Durch den Nutzer Webmail/Client
Bayes Hoch (lernt) Training durch Nutzung Serverebene

Spam filtern: Ihre E-Mail-Adresse schützen

Der beste Spamfilter ist Vorbeugung. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse klug einsetzen, verhindern Sie viel Spam an der Quelle:

E-Mail-Aliase

Legen Sie für verschiedene Zwecke separate Aliase an. Verwenden Sie etwa newsletter@example.com für Anmeldungen und info@example.com für geschäftliche Kontakte. Wenn ein Alias zu viel Spam erhält, können Sie ihn deaktivieren, ohne Ihre Hauptadresse zu verlieren.

Kontaktformular statt E-Mail-Adresse auf Ihrer Website

Spammer durchsuchen Websites nach E-Mail-Adressen. Verwenden Sie stattdessen ein Kontaktformular mit Captcha. Das verhindert, dass Ihre Adresse auf Spamlisten landet.

Vorsicht bei Anmeldungen

Lesen Sie immer die Datenschutzbestimmungen, bevor Sie Ihre E-Mail-Adresse auf einer Website eingeben. Manche Unternehmen verkaufen Adresslisten an Dritte weiter. Verwenden Sie im Zweifel eine Wegwerfadresse.

Regelmäßig aufräumen

Nehmen Sie sich monatlich die Zeit, um:

  • sich von Newslettern abzumelden, die Sie nicht lesen
  • Spamfilter zu prüfen und nachzujustieren
  • den Spam-Ordner zu leeren
  • Blacklist und Whitelist zu aktualisieren

Lesen Sie auch unseren Artikel über SPF, DKIM und DMARC für serverseitigen Schutz vor E-Mail-Spoofing. Sehen Sie sich unser geschäftliches E-Mail-Hosting mit fortgeschrittener Spamfilterung inklusive an.

Spam filtern für die geschäftliche Nutzung

Bei geschäftlichen E-Mails ist wirksames Spam-Filtern besonders wichtig. Verpasste Nachrichten können zu verlorenen Aufträgen oder verzögerter Kommunikation führen. Hier sind Tipps speziell für die geschäftliche E-Mail-Nutzung:

Mitarbeiter schulen

Der beste Spamfilter ist ein geschulter Nutzer. Sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeiter wissen, wie sie:

  • Phishing-E-Mails erkennen (verdächtige Absender, unerwartete Anhänge, dringende Aufforderungen)
  • Spam korrekt markieren, damit der Filter lernt
  • den Spam-Ordner regelmäßig auf False Positives prüfen
  • nie auf Links in verdächtigen E-Mails klicken

Separate E-Mail-Adressen für verschiedene Zwecke

Verwenden Sie verschiedene Adressen für verschiedene Funktionen:

  • info@example.com: allgemeine Kontaktadresse (erhält den meisten Spam)
  • rechnungen@example.com: nur für die Rechnungsstellung
  • name@example.com: persönliche geschäftliche Kommunikation
  • marketing@example.com: für Newsletter-Anmeldungen und Marketing-Tools

Durch diese Trennung können Sie pro Adresse unterschiedliche Spamfilter-Einstellungen verwenden, und es ist einfacher, eine Adresse zu ersetzen, wenn sie zu viel Spam erhält.

Fortgeschrittene Spam-Lösungen für Unternehmen

Neben der standardmäßigen serverseitigen Filterung gibt es fortgeschrittene Lösungen für Unternehmen, die zusätzlichen Schutz brauchen:

Lösung Schutz Kosten
SpamAssassin (Standard) Grundlegende Spamfilterung Kostenlos (beim Hosting)
SpamExperts Fortgeschrittene Filterung für ein- und ausgehende E-Mails Ab 2 €/Postfach/Monat
Barracuda Schutz auf Enterprise-Niveau Ab 5 €/Postfach/Monat
Microsoft Defender für Office 365 Fortgeschrittene Bedrohungserkennung Im Microsoft-365-Abonnement

Für die meisten KMU reicht die standardmäßige SpamAssassin-Filterung in Kombination mit manuellen Filtern und einer guten SPF/DKIM/DMARC-Konfiguration aus. Erst bei größeren Organisationen oder besonderen Compliance-Anforderungen sind fortgeschrittene Lösungen nötig.

Spam filtern: Trends und künftige Entwicklungen

Spam-Filtern bleibt ein Fachgebiet, das sich ständig weiterentwickelt. Spammer werden cleverer und Filterwerkzeuge passen sich laufend an. Hier sind die wichtigsten Trends:

KI-basierte Filterung

Maschinelles Lernen wird immer besser darin, Spam und Phishing zu erkennen. Moderne Filter analysieren nicht nur den Text, sondern auch den Kontext, die Absenderreputation und Verhaltensmuster. Das macht es für Spammer schwieriger, Filter zu umgehen.

Strengere Anforderungen an die Authentifizierung

Große Anbieter wie Google und Microsoft verlangen immer häufiger eine korrekte SPF-, DKIM- und DMARC-Konfiguration. E-Mails ohne diese Authentifizierung werden schneller als Spam markiert oder sogar abgelehnt. Das zwingt seriöse Absender, ihre Konfiguration in Ordnung zu bringen.

BIMI (Brand Indicators for Message Identification)

BIMI ist ein neues Protokoll, das Ihr Firmenlogo neben verifizierten E-Mails anzeigt. Das hilft Empfängern, echte Nachrichten von Phishing zu unterscheiden. BIMI setzt eine korrekt eingerichtete DMARC-Richtlinie als Grundlage voraus.

Prüfen Sie Ihre Spamfilter weiterhin regelmäßig und justieren Sie sie nach. Der Kampf gegen Spam ist nie gewonnen, aber mit den richtigen Werkzeugen und Gewohnheiten bleibt Ihr Posteingang beherrschbar.

Brauchen Sie Hilfe?

Haben Sie viel Ärger mit Spam oder funktionieren Ihre Filter nicht wie erwartet? Nehmen Sie Kontakt mit dem Theory7-Support auf. Wir helfen Ihnen gern auf Niederländisch und Englisch dabei, Ihren Spamschutz zu optimieren.

Spam filtern: bewährte Methoden

Gutes Spam-Filtern ist unverzichtbar für einen sauberen Posteingang. Beim Spam-Filtern gibt es verschiedene Stufen, die Sie einstellen können. Es empfiehlt sich, beim Spam-Filtern mit einer mittleren Stufe zu beginnen und diese später anzupassen. Wirksames Spam-Filtern kombiniert serverseitige Filter mit clientseitigen Regeln. Vergessen Sie beim Spam-Filtern nicht, regelmäßig Ihren Spam-Ordner auf fälschlich gefilterte Nachrichten zu prüfen. Durch kluges Spam-Filtern verhindern Sie, dass wichtige E-Mails verloren gehen.

Spam filtern: fortgeschrittene E-Mail-Sicherheit

Wirksames Spam-Filtern geht über das Blockieren unerwünschter Nachrichten hinaus. Es ist ein wesentlicher Bestandteil Ihrer gesamten E-Mail-Sicherheit gegen Phishing, Malware und andere Bedrohungen.

Phishing erkennen und blockieren

Phishing-E-Mails sind die gefährlichste Form von Spam. Sie imitieren seriöse Unternehmen, um Ihre persönlichen Daten zu stehlen. Achten Sie auf diese Merkmale:

  • Absenderadresse prüfen: Der angezeigte Name kann "PayPal" lauten, aber die tatsächliche Adresse ist oft etwas wie paypal-security@example.net
  • Dringlichkeit und Drohungen: "Ihr Konto wird gesperrt, wenn Sie nicht innerhalb von 24 Stunden reagieren" ist eine klassische Phishing-Taktik
  • Verdächtige Links: Fahren Sie mit der Maus über Links, ohne zu klicken, um die tatsächliche URL zu sehen. Phishing-Links führen zu nachgebauten Websites.
  • Anhänge: Öffnen Sie nie Anhänge von unbekannten Absendern, vor allem keine .exe-, .zip- oder .docm-Dateien

Greylisting als Technik gegen Spam

Greylisting ist eine wirksame serverseitige Technik zum Spam-Filtern. Beim ersten Kontakt eines unbekannten Absenders wird die E-Mail vorübergehend mit der Meldung "später erneut versuchen" abgewiesen. Seriöse Mailserver versuchen es automatisch erneut, Spamserver meist nicht.

Spam filtern für Unternehmen: ein mehrschichtiger Ansatz

Für die geschäftliche Nutzung reicht ein einzelner Spamfilter nicht aus. Setzen Sie auf einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz:

SchichtSchutzTechnologie
1. NetzwerkschichtBekannte Spam-IPs blockierenDNS-Blacklists (DNSBL)
2. ProtokollschichtAbsender-Authentifizierung prüfenSPF, DKIM, DMARC
3. InhaltsschichtNachrichteninhalt analysierenSpamAssassin, Bayes-Filter
4. NutzerschichtPersönliche FilterregelnWhitelist/Blacklist pro Nutzer

Tipps zum Trainieren Ihres Spamfilters

Ein gut trainierter Spamfilter wird immer wirksamer. Befolgen Sie diese Tipps für optimales Spam-Filtern:

  • Markieren Sie Spam konsequent: Verwenden Sie die Schaltfläche "Spam" in Ihrem Webmail oder E-Mail-Client, statt Nachrichten nur zu löschen
  • Korrigieren Sie False Positives: Wenn eine seriöse Nachricht im Spam-Ordner landet, markieren Sie sie als "kein Spam", damit der Filter lernt
  • Prüfen Sie Ihren Spam-Ordner wöchentlich: Wichtige E-Mails können versehentlich als Spam markiert werden
  • Verwenden Sie separate E-Mail-Adressen: Eine Adresse für Newsletter hält Ihren primären geschäftlichen Posteingang sauberer
  • Melden Sie sich von unerwünschten Mailings ab: Verwenden Sie den Abmeldelink, statt Nachrichten als Spam zu markieren

Wenn Sie diesen mehrschichtigen Ansatz anwenden und Ihre Filter konsequent trainieren, halten Sie Ihren Posteingang sauber und schützen sich und Ihre Organisation vor den immer ausgefeilteren Methoden von Spammern und Cyberkriminellen.

Spam filtern: geschäftliche E-Mail-Sicherheit im großen Maßstab

Für Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern erfordert Spam-Filtern einen zentralisierten Ansatz, der sowohl wirksam als auch beherrschbar ist. Ein Ad-hoc-Vorgehen, bei dem jeder Mitarbeiter seine Spamfilter einzeln konfiguriert, führt zu uneinheitlichem Schutz und erhöhtem Risiko.

Setzen Sie ein E-Mail-Gateway als zentralen Filterpunkt für alle ein- und ausgehenden E-Mails ein. Lösungen wie Proofpoint, Barracuda oder die günstigere Open-Source-Option Rspamd filtern Nachrichten, bevor sie Ihre Postfächer erreichen. Das senkt die Serverlast und sorgt für ein einheitliches Schutzniveau für alle Mitarbeiter.

Erstellen Sie eine klare E-Mail-Sicherheitsrichtlinie, die beschreibt, wie Mitarbeiter mit verdächtigen Nachrichten umgehen sollen. Legen Sie ein Verfahren für das Melden von Phishing-Versuchen fest und schulen Sie Mitarbeiter regelmäßig mit simulierten Phishing-Tests. Unternehmen, die regelmäßig Phishing-Simulationen durchführen, verzeichnen einen Rückgang von 60-80% bei der Zahl der Mitarbeiter, die auf schädliche Links klicken.

Erwägen Sie auch ein E-Mail-Archivierungssystem, das neben der Compliance auch bei der forensischen Untersuchung von Sicherheitsvorfällen hilft. Wird ein Mitarbeiter Opfer von Phishing, können Sie im Archiv genau nachvollziehen, welche Nachrichten eingegangen sind und welche Aktionen unternommen wurden. Diese Informationen sind unerlässlich, um den Schaden zu begrenzen und eine Wiederholung zu verhindern. Kombinieren Sie das mit einer starken E-Mail-Zustellung, um sowohl eingehenden Schutz als auch ausgehende Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

Spam filtern: Fazit und Empfehlungen

Wirksames Spam-Filtern ist ein wesentlicher Bestandteil Ihrer gesamten E-Mail-Sicherheit und erfordert einen mehrschichtigen Ansatz, der technische Lösungen mit Nutzerbefragung kombiniert. Ein einzelner Filter reicht nie aus, denn der wirksamste Schutz besteht aus mehreren Verteidigungslinien, die zusammenarbeiten.

Setzen Sie auf Serverebene SPF, DKIM und DMARC als Basis für die E-Mail-Authentifizierung ein. Verwenden Sie SpamAssassin oder ein vergleichbares Tool für die Inhaltsanalyse. Ergänzen Sie für größere Organisationen einen Gateway-Filter. Trainieren Sie Ihren Spamfilter konsequent, indem Sie Spam markieren und False Positives korrigieren. Und investieren Sie in Sensibilisierungsschulungen für Mitarbeiter, denn der Faktor Mensch bleibt das schwächste Glied in jeder Sicherheitskette. Prüfen Sie Ihren Spam-Ordner monatlich auf übersehene seriöse Nachrichten und bewerten Sie regelmäßig, ob Ihre Filtereinstellungen noch optimal sind. Mit diesem Ansatz halten Sie Ihren Posteingang sauber und schützen sich und Ihre Organisation vor den immer ausgefeilteren Methoden von Cyberkriminellen.

Spam filtern: Bleiben Sie Spammern einen Schritt voraus

Der Kampf gegen Spam ist ein fortlaufender Prozess, der Wachsamkeit und regelmäßige Anpassung erfordert. Spammer entwickeln ihre Techniken ständig weiter, und Ihre Strategie zum Spam-Filtern muss sich mitentwickeln. Bewerten Sie monatlich die Wirksamkeit Ihrer Filter, indem Sie die Spam-Nachrichten in Ihrem Posteingang zählen und die Zahl der False Positives in Ihrem Spam-Ordner prüfen. Passen Sie Schwellenwerte bei Bedarf an und halten Sie Ihre Filterregeln aktuell. Bleiben Sie über neue Spam-Trends und Sicherheitsbedrohungen über Nachrichtenquellen und Security-Bulletins informiert. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig darin, Phishing und Social Engineering zu erkennen. Mit einer proaktiven Haltung und einem mehrschichtigen Sicherheitsansatz halten Sie Ihren Posteingang sauber und Ihre Organisation geschützt vor den immer ausgefeilteren Methoden von Cyberkriminellen und Spammern.

Spam filtern für Unternehmen: Richtlinien und Vorgaben

Wirksames Spam-Filtern in einer geschäftlichen Umgebung geht über rein technische Maßnahmen hinaus. Erstellen Sie eine klare E-Mail-Richtlinie, die beschreibt, wie Mitarbeiter mit verdächtigen Nachrichten umgehen sollen. Legen Sie ein Verfahren fest, mit dem Phishing-Versuche an die IT-Abteilung gemeldet werden, damit Filter aktualisiert werden können. Richten Sie ein Quarantänesystem ein, in dem blockierte Nachrichten zur manuellen Prüfung zurückgehalten werden, statt sie direkt zu löschen. Planen Sie vierteljährliche Phishing-Simulationen, um das Bewusstsein Ihres Teams zu testen und bei Bedarf gezielt nachzuschulen. Dokumentieren Sie alle Filterregeln und Änderungen in einem zentralen Register, damit Anpassungen nachvollziehbar sind und unbeabsichtigte Sperren schnell behoben werden können. Mit Richtlinien und Technik im Gleichgewicht schaffen Sie eine solide Verteidigung gegen unerwünschte Nachrichten.